Veröffentlichungen
Hier finden sich meine bisherigen Veröffentlichungen. Neben Musik publizierte ich auch einige kulturwissenschaftliche Bücher und Beiträge, hier ganz unten in der Liste. Mitschnitte von Live-Auftritten finden sich auf meinem YouTube-Kanal.
Musik
Wenn ich doch bloß...
Mein erstes Album erschien am 13. März 2026 auf Bandcamp und ist mittlerweile auch auf Subvert zu finden. Eine stark gekürzte EP-Version findet sich auch bei den gängigen Streaming-Anbietern.
Produktion: Stefan Heitmann – antiheld productions
Coverdesign: Linn Spilker
Zum Titelsong ist zudem ein Musikvideo erschienen, das von Michael Medovyy produziert wurde.
Mein neuer Lebenslauf
Eine Online-Jobbörse schickte mir einmal eine E-Mail mit einem verlockenden Angebot: „Starten Sie durch mit einem neuen Lebenslauf!“ – Hier ist er.
Single, digital veröffentlicht am 22. September 2023.
Aufnahme und Mix: Tom Klose
Mastering: Stefan Heitmann
Artwork: Linn Spilker
Bücher und Artikel
Open Mics
Artikel: Konzepte von Authentizität in der Hamburger Open Mic-Community
Der Artikel präsentiert erste Ergebnisse meiner Forschung über Open Mics in Hamburg. Mehrere Teilnehmer und Veranstalter solcher Veranstaltungen kommen darin zu Wort.
De olle Vierfuß
Wenn von Theodor Caspar Anton Joseph Wreesmann (1855–1941) erzählt wird, verfließen die Grenzen zwischen der historisch belegten und der mystifizierten Person. Der alte Friesoyther Stadtschreiber sei nicht nur ein einsamer und verschrobener Sonderling, sondern auch ein Spökenkieker gewesen, wissen ältere Zeitzeugen zu berichten: Mit dem sogenannten Zweiten Gesicht behaftet habe er Brände und Todesfälle vorhergesehen – ebenso wie die Zerstörung des Städtchens im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund einer Weisung des „alten Vierfuß“, wie man ihn spöttisch gerufen hatte, hätten die Friesoyther im entscheidenden Moment gewusst, in welche Richtung sie fliehen mussten, um Leib und Leben zu bewahren. Spätestens ein Denkmal im Ortskern hat diese Sage 1992 zum historischen Fakt erhoben. Obwohl die Erzählungen um den „Seher von Friesoythe“ in den letzten Jahrzehnten an Popularität eingebüßt haben, bleiben sie vielfältig präsent. Dieses Buch nähert sich der historischen Person Wreesmanns und untersucht den posthumen Nimbus des belächelten Außenseiters.
Dei Pestschinken
Welche Bedeutungen können Menschen einem Stück toten Tieres beimessen? Zumeist die eines Nahrungsmittels. Im Rathaus der niedersächsischen Kleinstadt Friesoythe allerdings wird unter einer Vitrine ein nachweislich über 350 Jahre alter Schweineschinken ausgestellt. Einer Sage zufolge steckt in ihm die Pest, welche einst in Form einer blauen Wolke das Städtchen heimsuchte, schließlich in den Schinken gebannt werden konnte und diesen unverweslich werden ließ. Im Laufe seiner Geschichte war der Pestschinken Erbstück in einem Bürgerhaus, Attraktion für Kinder und Reisende, inoffizielles Wahrzeichen, Unterrichtsstoff in Schulen sowie Gegenstand von Sagenforschung und Heimatkunde. Er wurde künstlerisch verarbeitet und an ihm wurden gesellschaftliche Werte verhandelt. Von den letzten Erben beinahe als Unrat vernichtet, ist er nun ein musealisiertes Objekt, welches Historizität vermittelt, dabei aber skurril anmutet. Dieses Buch begibt sich auf die Spuren des „öllsten Frieseithers“.